Geschichte des KSV Bavaria Waldaschaff

Die Anfänge

Im Jahre 1927 versammelten sich 24 junge Männer im Gasthaus „Zum Löwen“ und gründeten den Turn- und Kraftsportverein Bavaria. Am 23.04.27 fand die konstituierende Versammlung statt. 1928 wurde erstmals eine Mannschaft aufgestellt. Drei Jahre später richtete man ein olympisches Fest mit folgenden Disziplinen aus: Kugelstoßen, 100-m-Lauf, Weitsprung, Dreisprung und Ringen.

Ende 1933 wurde der Verein von der damaligen Regierung verboten. Am 07.09.46 ist der Verein wieder neu zusammengerufen worden. Die sportlichen Erfolge waren zu dieser Zeit sehr mäßig.

1952 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen. Der große sportliche Erfolgsweg begann 1958. Es wurde erstmals eine Mannschaftsmeisterschaft gewonnen und es erfolgte der Aufstieg in die Landesliga. Aufgrund ihrer überragenden Leistungen stufte man die damalige Mannschaft in die Oberliga ein. In den Jahren 1960-62 war die 1. Mannschaft ständig in der Spitzengruppe der Hess. Oberliga vertreten. Spitzenkämpfe lieferten sich unsere Ringer mit dem damaligen Deutschen Mannschaftsmeister Aschaffenburg-Damm.

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Erste Bundesliga

1965 war der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft (Junioren) durch Norbert Brehm. Unsere Mannschaft konnte sich in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga, die zwei Jahre zuvor gegründet wurde, gegen die Mannschaften aus Wolfsburg, Witten und Schifferstadt durchsetzen. In den Jahren 1965 bis 1968 kämpfte unsere Mannschaft in der 1. Bundesliga mit guten Erfolgen.

Nach dem Abstieg aus der höchsten Leistungsklasse konnten wir uns schließlich 1969/70 für die neu gegründete Regionalliga qualifizieren, der wir drei Jahre angehörten. Zu diesem Zeitpunkt wurde Hubert Kempel Deutscher Jugendmeister. 1975/76 erkämpfte sich die 1. Mannschaft ungeschlagen den Titel des Oberligameisters und stieg wieder in die Regionalliga auf. Heribert Metz erkämpfte sich in dieser Zeit (1976) den Titel des Deutschen Juniorenmeisters. 1978 erfolgte der Abstieg in die Oberliga.

Zweite Bundeliga

Ende der achtziger Jahre konnte man mit Lothar Schächtele (1988) und Stefan Roth (1989) wieder zwei Deutsche Meistertitel nach Waldaschaff bringen. Nach 13 Jahren ununterbrochener Teilnahme in der Hess. Oberliga errangen wir 1991 wieder die Oberliga-Meisterschaft.
Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga begann ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

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1993 belegten wir einen hervorragenden 3. Platz in der 2. Bundesliga Mitte. 1995 verließen wir aus wirtschaftlichen Gründen die 2. BL und errangen auf Anhieb die Meisterschaft in der Hessenliga.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Die 90er-Jahre waren der Beginn einer erfolgreichen Jugendarbeit, die bis heute ein Hauptaugenmerk unseres Vereins ist. Viele Ringer und Ringerinnen konnten nationale wie internationale Podestplätze erkämpfen.

Benjamin Lindner wurde 1992, 1993 und 1994 souverän Deutscher Jugendmeister. Christian Hasenstab wurde 1993 Deutscher Meister und 5. Weltmeister bei den Kadetten.

Weitere Deutsche Meister Titel kamen 2005 mit Alexander Resch und 2008 mit Nikolai Schliebitz. Gleich eine doppelte Deutsche Meisterschaft bei A- und B-Jugend durfte Simon Scheibein 2009 feiern.

Die Jahre waren auch geprägt von einer erfolgreichen weiblichen Jugend. Dominique Staab wurde 2007 Europameisterin bei den Kadetten nachdem sie sich schon 2006 und 2007 die Deutsche Meisterschaft erkämpft hatte.

Nach mehreren Deutschen Meistertiteln wurde Eva Sauer zu einem Aushängeschild erfolgreicher Jugendarbeit. 2010 und 2011 feierte sie die Europameisterschaft und konnte 2012 die Vizeweltmeisterschaft erringen. Eva wurde auch zur Nachwuchsringerin des Jahres 2011 gewählt.

Ihren ersten Deutschen Meistertitel gewann Anna Schell 2010 für ihren Heimatverein. Der Beginn einer siegreichen Karriere mit mehreren Podestplätzen auf Welt- und Europameisterschaften, Teilnahme bei den Olympischen Spiele 2021 in Tokyo, sowie der Gewinn der Europameisterschaft 2022 in Budapest bei den Frauen.

Emma Kunkel gewann 2017 die Deutsche Meisterschaft der Weiblichen Jugend und durfte gleich im Anschluss auch den Titel in Griechenland feiern. Das Startrecht erhielt sie Aufgrund ihrer zwei Staatsbürgerschaften.

Erweitertes Sportangebot

Im Jahre 2010 wurde das Sportangebot durch die Etablierung einer MTB Radsportabteilung erweitert – auch um den Verein breiter aufzustellen und ein größeres Publikum anzusprechen. Innerhalb kurzer Zeit erfuhr die Abteilung regen Zuspruch und die ersten sportlichen Erfolge konnten gefeiert werden. So errang 2017 Clara Brehm den Deutschen Meistertitel im MTB Sprint der Frauen.

Bereits einige Jahre vorher ist der Bereich Fitness & Gesundheitssport entstanden. Die mittlere und ältere Generation, welche sich körperlich fit halten wollte, fand dadurch ein gesundheitsförderndes Angebot.

Seit 2022 ist auch der Bereich Turnen am Start. Hier bietet der Verein Kindern, welche Spaß an Bewegung haben, Turn- und Tanzstunden an.